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Historik

Im Herzen der südsteirischen Weinlandschaft, im Ort Leitring nahe der Bezirkshauptstadt Leibnitz, liegt der einstige Edelmannsitz Schloss Retzhof, heute mit Schloss St. Martin bei Graz eines der beiden Bildungshäuser des Land Steiermark. Unweit des Hauses fließt die wieder grüne und saubere Mur, umgeben von einer großteils noch vollkommen ursprünglichen Aulandschaft mit der ihr eigenen Flora und Fauna. Kein Wunder also, dass von Frühjahr bis Herbst abertausende Radfahrer gerne dem Lauf dieses steirischen Flusses auf dem gut ausgebauten Mur-Radweg folgen.

Parkseite 
Parkseite

In unmittelbarer Nähe des Retzhofes findet sich weiters das antike Ruinenfeld der einst umfangreichsten Römerstadt auf heutigem steirischen Boden: Flavia Solva (1. - 5. Jahrhundert n. Chr.), die archäologische Sehenswürdigkeit der Gemeinde Wagna, hat beim Bau des Schlosses zumindest in baugeschichtlicher Hinsicht eine maßgebende Rolle gespielt. Zahlreiche Steine der antiken Römersiedlung finden sich überall im Mauerwerk verwendet. Das nahe Flavia Solva lässt natürlich Vermutungen über eine sehr frühe Geschichte des Retzhofes aufkommen, die möglicherweise bis in die Römerzeit zurückreicht. Dies zu erkunden und zu bestätigen ist allerdings ein noch ausstehendes Projekt moderner archäologischer Erhebungsmethoden (..) (Joachim Gruber).

Am Übergang des Mittelalters zur Neuzeit entstand an der Stelle des heutigen Schlosses ein Hof, dem eine der besitzenden Familien - "Die Retzer" - offensichtlich den Namen gab. Die Salzburger Lehensherrschaft in der Leibnitzer Gegend ging Ende des 16. Jahrhunderts auf das Bistum Seckau über. Bischof Martin Brenner baute den Retzhof zu seinem Alterssitz aus und gab ihm seine heutige bauliche Grundgestalt. Nach mehrmaligem Besitzerwechsel erfolgte unter den Herbersteinern und der Familie Trauttmansdorf im 18. Jahrhundert die Ausgestaltung des Treppenhauses und der Kapelle. Die Herrschaft von Retzhof umfasste vor 1918 viele Untertänige in den näheren Gebieten.Nach 1918 war die Familie Knapp im Besitz des Schlosses und seiner Güter, die sich in dieser Zeit immer mehr verloren.

Strassenseite 
Strassenseite

In der Zeit des Nationalsozialismus wurde das Haus zu staatlichen Schulungszwecken verwendet und 1945 von der Familie Knapp wieder übernommen. Der Schwerpunkt der Bildungsarbeit verlagerte sich von der Jugend immer mehr auf die Erwachsenenbildung für alle Menschen im Land.
Das Bildungshaus Retzhof veranstaltet heute Seminare, Kurse, Vortragsreihen und Einzelveranstaltungen, beherbergt Gastveranstaltungen und gibt die Zeitschrift "Der Retzhof" mit den aktuellen Seminarangeboten heraus, die Sie anfordern können!

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